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Titel: Toms Reiseblog
Stichworte: Tipps für Deine Urlaubsreise
Blog-Eintrag: Die drittgrößte der 53 selbstständigen Gemeinden Mallorcas ist Manacor mit dem gleichnamigen Verwaltungssitz im Osten der Insel. Der Name der Stadt Manacor, deren Wappen ein von einer Hand umfasstes Herz zeigt, bedeutet "Hand am Herzen". Die ganze Gemeinde hat etwa 41.000 Einwohner. 25.000 davon leben in der Stadt selbst. Zum Gemeindegebiet gehören u. a. Porto Cristo, S'Illot, Calas de Mallorca , Son Macia, Cala Murada, Cala Anguila und Estany d'en Mas. Von ca. 5.000 Einwohnern im 16. Jahrhundert stieg die Bevölkerung bis Anfang des 20. Jahrhunderts stetig an. Durch den in den letzten Jahrzehnten aufkommenden Tourismus und die industrielle Entwicklung erlebte die Region ein rasches Wachstum. Viele Ausländer, neben Schweizern, Österreichern und Holländern auch Deutsche, haben sich auf Dauer in dieser schönen Gegend niedergelassen. Manacor besitzt eine 27 km lange Küste, die in Richtung Norden bis fast nach Cala Ratjada reicht. Auf der einen Seite erhebt sich die Serra de Llevant, auf der anderen liegt die Llanura del Centro. Der in dieser Ebene betriebene Getreide- und Weinanbau sowie die Schafzucht war außer der Töpferei und anderen Handwerksbetrieben bis vor 200 Jahren die wichtigste Erwerbsquelle der Region. Der Bau der Eisenbahn zwischen Inca und Manacor und die Industrialisierung im 19. Jahrhundert brachte gewaltige Umwälzungen und steigenden Wohlstand mit sich. Man errichtete Windmühlen, landwirtschaftliche Produkte wurden in Fabriken verarbeitet. Neben dem verbesserten Vertrieb des Weines aus der Region stellte man auch Branntwein und Likör her. Später entstand eine heute bedeutende Möbelindustrie. Die schönsten und für Touristen attraktivsten Erzeugnisse Manacors sind aber die berühmten Kunstperlen. Aus Fischschuppen und anderen geheimnisvollen Zutaten aus dem Meer wird nach einer streng gehüteten Rezeptur eine alchimistische Substanz gebraut, die auf einen Kunststoffkern aufgetragen und poliert wird. Die so entstehenden Perlen sind nicht nur genauso schön wie ihre echten Vorbilder, sondern sie sind zudem unempfindlich gegen Hitze, Kälte, Kosmetika und Schweiß. Die Touristen sind in den Produktionshallen zur Besichtigung herzlich willkommen und werden beim Erwerb der nicht ganz billigen Perlen sehr zuvorkommend beraten und bedient.