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leenko9
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zeigt 1 - 5 von 5 Blogs.


Vergebung
eingetragen am 12/31/2009 01:48:12

Nun stehen wir uns nach so langer Zeit wieder gegenüber,
Einst vertraute Menschen, schauen sich wie Fremde an.
Was hat die Zeit nur geschaffen?
Eine Kluft, die so groß war, dass wir uns nicht einmal in die Arme nahmen…
Meine Gefühle spielten verrückt und ich starrte dir nur in deine falschen Augen,
so wie sie mich anstierten.
Die Wunden, die wir uns zugefügt hatten, waren noch lange nicht verheilt. Auch nach so langer Zeit nicht.
Meine Stimme verschwand und ich konnte meinen trockenen Hals spüren, wie er nach Wasser schrie. Doch ich blieb stumm, so wie du auch.
Wir starrten uns nur an…. Sagten kein Wort, denn es gab anscheindend nichts mehr zu sagen,
nach alldem was war…

Einst liefen wir Hand in Hand durch die Straßen, mit lachenden Gesichtern und erzählten uns die tollsten Geschichten. Wir hatten uns geliebt, wie andere es auch taten….
Doch nun, was war nur aus dem allem geworden? Eine verhasste Kluft ohne Brücke?
Wo ist nur die Liebe hin, die ich einst verspürte wenn ich dich sah.

Die Tränen, die ich vergossen hatte, verstummten. Meine Gefühle jedoch ließen dich nicht gehen…. Ich wusste nicht ob ich dich jetzt auch noch lieben würde, wenn du mich nicht hättest …….. Doch meine Gedanken konnten dich nicht streichen und vergessen, dafür warst du mir zu wertvoll gewesen.

Dein bitterer Blick lies mich beben und mir wurde bewusste wie sehnsüchtig ich darauf gewartet hatte, doch es hatte sich anscheinend nichts verändert, nicht so wie ich es gehofft hatte. Nicht so wie ich erwartet hatte. Vielleicht sollte es nicht so sein, wie ich es wollte.
Doch dein sehnsüchtiger Blick raubte mir den letzten Nerv. Alles in mir schrie danach auf dich wieder umarmen zu können und dich so leidenschaftlich zu küssen, wieder deine Lippen zu spüren, wieder deinen Geruch riechen… Wieder dich spüren… Doch ich blieb starr stehen und starrte dich nur an. Die Gedanken, die ich mir zurechtgelegt hatte, verschwammen vor mir, und ich wusste nicht mehr was ich eigentlich….
Was war nur alles passiert, dass es hatte so enden müssen? Hatten wir beide denn keine zweite Chance verdient? Lag alles nur an mir? Ich erinnerte mich an die schönen Stunden, die wir gemeinsam verbracht hatten, ich hörte dein zartes Lächeln, durch den Wind huschen…

Ich wusste, dass es zu spät war um etwas zu retten, und so drehte ich mich aus deinem sehnsüchtigen Blicken weg und schritt allein den Weg entlang den ich gekommen war. So flohen wir uns wieder in unsere einsamen stummen Welten, ohne je wieder miteinander ein Wort gewechselt zu haben.
Es gab nichts mehr zu sagen, wir konnten die Stille nicht mehr brechen und wir konnten nicht vergeben. Du konntest nicht vergeben,… Ich schon…


Warum ist uns manchmal langweilig?
eingetragen am 12/31/2009 01:46:35

Sie kommt plötzlich über uns, und sie macht uns das Leben schwer -
Es gibt zweierlei Arten: Die banale Langeweile besagt, dass einem die Zeit zu lang wird. Sie ist einfach eine negativ empfundene Zeitspanne. Dann gibt es noch eine andere Langeweile, von der auch der Philosoph Martin Heidegger spricht. Er nennt das die Abgründe des Daseins.

Die Langeweile einer als sinnlos empfundenen Existenz?

Die existenzielle Langeweile wirft Sinnfragen auf. Aber Sie dürfen diese Art der Langeweile nicht einfach nur in die Nähe der krankhaften Depression rücken. Dann könnten manche Geistesgrößen des Abendlandes als ein Fall für die Psychiatrie erscheinen. Blaise Pascal wäre dann halb verrückt, Sören Kierkegaard erst recht. Georg Büchner war ein solcher Grübler, und Arthur Schopenhauer hat ja auch dauernd gejammert.


Dann ist Langeweile ein Problem des Bewusstseins?

Sicherlich. Doch wann und wie intensiv Menschen sich langweilen, ist eine Frage der jeweiligen Kultur, in der wir leben. Warum fürchten wir uns in unserer Kultur so sehr vor der Langeweile?Das hat mit überlieferten Vorstellungen zu tun. Der Heilige Benedikt postulierte das "ora et labora", bete und arbeite. In einer bestimmten protestantischen Ethik war es ein strenges Gebot, dass wir keine Zeit vergeuden. Wo dieses Arbeitsethos wirksam ist, erleben wir eine als leer und unausgefüllt empfundene Zeit mit Verdruss.
Arbeitslose kennen das.
Darin scheint sich das Abendland vom Morgenland zu unterscheiden.
im islamischen Kulturkreis herrscht ein anderes Zeitgefühl. Wenn ein Araber stundenlang vor sich hindöst, muss er sich nicht langweilen, weil er es nicht als belastend empfindet.Unsereiner aber leidet unter Untätigkeit?Wir sind so erzogen, fortwährend etwas zu tun, um etwas wert zu sein, um gegebenenfalls gottgefällig zu leben. Aus der Anthropologie wissen wir ja, dass der Mensch ein handlungsbedürftiges Wesen ist. Wenn er nichts zu tun hat, kann sich leicht innere Unruhe einstellen. Oft geht es uns nur um eine Tätigkeit als solche. Nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel.Was uns jedoch nicht unbedingt vor der Langeweile bewahrt, weil wir zugleich die Abwesenheit eines Lebenssinns spüren?
Hier geht es zunächst weniger um Lebenssinn, als um die Entgrenzung von Bedürfnissen. Es ging uns noch nie so gut wie heute. Dennoch sind viele Menschen unglücklich. Mit der Befriedigung bestimmter Bedürfnisse können nämlich immer weitere Wünsche entstehen. Der gläubige Mensch ist besser dran - er weiß, worauf es ankommt.
Gibt es einen Ausweg aus der Langeweile?
Es wird immer wieder der schöne alte Begriff Muße erwähnt. In der Antike konnten nur jene Menschen müßig sein, die nicht für ihren Lebensunterhalt arbeiten mussten. Muße ist nicht faulenzen, sondern schöpferische Gestaltung freier Zeit.
Erholen wir uns am besten dadurch, indem wir schöpferisch tätig sind?
Allerdings. Muße im profanisierten Sinne ist für Menschen auf jedweder Bildungsstufe möglich. Der Intellektuelle, der Künstler kann dies beim Denken, Lesen, Schreiben, Malen oder Musizieren tun. Aber auch der Kleingärtner oder der Bastler im Hobbykeller kann Muße erfahren.

Stichworte: Langweilig - Fragestellung


Ausdruckslos
eingetragen am 12/31/2009 01:45:33

Die Ausdruckslosigkeit spiegelt sich in den Gedanken und Gefühlen, die aus den situativ bedingten Einflüssen des Geschehenen resultieren, wieder. Die Banalität der Tage danach, rückt alles ein Stück weit in eine Ebene hinein, die man kennt, die man gewohnt ist. Der Schmerz verblasst und die Gedanken darüber rücken in den Hintergrund. Man blendet sich selbst, um nicht im Kummer der Hilflosigkeit zu ertrinken.
Sprachlos irrt man durch die Gassen in das schmächtige Licht der Straßenlaternen, die Geräuschkulisse im Hintergrund, der Verkehr und all die Menschen, die wie verngesteuert umher gehen und ihrem grauen Alltag notorisch verfallen sind, ihre schmächtigen stressgeplagten Gesichter verraten banale Strukturen, Verhaltensmuster, die einem Orangutan gleichzusetzen wären. Schlendernd lehnt man sich an der nächsten Gebäudewand an, Gestalten gehen, Gestalten kommen, Gespräche beginnen, Gespräche enden.
Man macht die Augen zu und denkt:

Let me just start again

-- gewidmet an Cola


Memento Mori


Kompressionen von Artikulationskonstellationen bezüglich des Xenologismus
eingetragen am 12/31/2009 01:39:46

Dies betrifft ein Freak bezüglich der Kompressionen von Artikulationskonstellationen des Xenologismus. Trotz abrartiger bestialischer Verhaltensausrichtungen mancher Primaten, sind sie nicht minimalistische Fehlbildungen der Gesellschaft, vielmehr sind sie notorische Legenden jener.

Die Kombination der Wortkonstellationen in der eigentlichen Artikulation derer, die sich mit dem Xenologismus mitreißen lassen, reiht eine Reihe von Fragen in das fiktive Sprektrum aus Fiktion und Realität aneinander.

Ein intellektuell forscher Ton ist meist ein oberflächlich ausgesprochenes Satzgebilde, gleicht aber einer relativ unterirdisch betonte Untermauerung der Entschlossenheit, Konsequenzen ihrer Wirkung anzupassen.

Das Vertrauen von Primaten ist eine wirklich schwierige kompromisslose, komplexe, zeitaufwändige Bindungskonstellation, die sich an Argumentationen fesselt. Hat man es primär so wird es nicht mehr sekundär, sondern ist allgegenwärtig.

Stichworte: Xenologismen


Was ist ein Konflikt?
eingetragen am 12/31/2009 01:38:36

Je mehr sich eine Gruppe bzw. allgemein ein soziales System entwickelt, desto mehr Unterschiede zwischen den Elementen dieses Systems werden sichtbar, wobei diese Differenzen für das Fühlen, Wollen und Handeln vom Einzelnen oder auch Untegruppen als hinderlich erlebt werden. Konflikte sind stets eine Ko-Kreation der beteiligten Personen oder Subsysteme, die auf ihre Weise an der Konflikterhaltung, Konflikteskalation oder Konfliktlösung durch ihr Verhalten, die Art ihrer Kommunikation, die verschiedenen Deutungen, Bewertungen und Erklärungen mitwirken.

In der Psychologie bzw. in den Sozialwissenschaften allgemein spricht man dann von einem Konflikt, wenn zwei - meist soziale - Elemente gleichzeitig gegensätzlich oder unvereinbar sind. Ein Konflikt kann sich auf einzelne Personen beschränken (intrapersonell), aber auch mehrer Menschen (interpersonell) oder ganze Organisationssystem (organisatorische) umfassen. Konflikte sind Störungen, die den Handlungsablauf unterbrechen und belastend wirken. Konflikte haben die Tendenz zu eskalieren, d.h., sie weiten sich aus und nehmen an Intensität zu. Konflikte werden als Störung des "normalen" Lebens empfunden und halten von einem gewohnten Handlungsablauf ab.

Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein, damit wir von einem Konflikt sprechen können

  • mindestens 2 Parteien vorhanden (dies kann auch nur eine Person sein = intrapersoneller Konflikt)
  • gemeinsames Konfliktfeld vorhanden (eine der häufigsten Varianten, den Konflikt zu beenden, ist das Verlassen des Konfliktfeldes, z.B. durch Krankheit, (innere) Kündigung usf.)
  • unterschiedliche Handlungsabsichten
  • Vorhandensein von Gefühlen (hierbei spielen nur die negativen Gefühle "Angst" und "Wut" eine Rolle, sie dienen im Konflikt als Antriebselement)
  • gegenseitige Beeinflussungsversuche (auch über Dritte, also indirekt)

Konflikte unterscheiden sich von Problemen vor allem dadurch, dass sich die Parteien in der Bewältigung der Situation uneins sind und dabei negative Gefühle entwickeln. Da die Gefühle einen starken Handlungsantrieb verursachen, ist die Aktionsbereitschaft in Konflikten sehr hoch. Konflikte müssen aber klar von Pannen abgegrenzt werden, denn Pannen sind kontroversiell zu von unserer Logik getroffen Entscheidungen, die negative Konsequenzen nach sich ziehen (z.B. vergisst jemand rechtzeitig eine Rechnung zu bezahlen und wird deshalb mit Mahnkosten belastet).

Pauschal kann man sagen: je stärker die Emotion, desto höher die Handlungsbereitschaft. Ein starkes Gefühl hat außerdem die Nebenwirkung, dass es die kritische Urteilsbildung vermindert oder sogar vollständig unterdrückt. Die Folge ist ein unreflektiertes Handeln, das im Nachhinein oft bereut wird.

Man kann Konflikte nach verschiedenen Gesichtspunkten kategorisieren. Zweckmäßig ist, sich zu überlegen, wie viele Personen betroffen sind und in welchem Umfeld sich der Konflikt abspielt. Wichtig ist auch, sich zu fragen, ob man es mit "schwelenden" Konflikten zu tun hat, die sich unter der Oberfläche und oft nach ganz eigenen Regeln weiterfressen. Das Gegenstück wäre der "offene" Konflikt, der im negativen Fall in einen hitzigen Kampf ausartet und im positiven Fall in eine Diskussion mündet, die zu einer gemeinsamen Problemlösung führt. Schließlich unterscheidet man noch "spontane" Konflikte, die auch in der Öffentlichkeit unter wildfremden Personen ausbrechen können.

 

Konfliktwahrnehmung:

Bevor ein Konflikt offen ausbricht, werden häufig folgende Symptome deutlich: Andere ändern ihr Verhalten, werden vielleicht unfreundlicher, mürrischer, machen ironische Bemerkungen, gehen einem aus dem Wege, blockieren wichtige Informationen, sabotieren Entscheidungen, reagieren (verbal) aggressiv ... Signale an denen man einen Konflikt erkennen kann, sind nur dann relativ sicher und eindeutig, wenn man die betreffenden Menschen gut kennt und demzufolge das oben aufgezeigte Verhalten als Veränderung interpretieren kann.

Im Ergebnis einer Befragung von Führungskräften aus Wirtschaft und Verwaltung wurden folgende typische Konfliktsignale genannt:

  • Aggressivität und Feindseligkeit: verbale Attacken, absichtliche Fehler, böse Blicke ...
  • Desinteresse: Abschalten, Dienst nach Vorschrift ...
  • Ablehnung und Widerstand: ständiger verbaler und nonverbaler Widerspruch, geringe Ansprechbarkeit ...
  • Uneinsichtigkeit und Sturheit: rigides und rechthaberisches Verhalten, kaum Änderungsbereitschaft ...
  • Flucht: Vermeiden von Kontakten, Ausweichverhalten ...
  • Überkonformität: überangepasstes Verhalten, falsche Freundlichkeit ...

Im Grunde kann alles, was eine gute Kommunikation ausmacht, auch dazu verwendet werden, sie destruktiv ablaufen zu lassen.

Innere Konflikte (intrapersonell)

Innere Konflikte (intrapersonell) sind solche, die wir mit uns selbst ausfechten. Häufig geht es um Entscheidungen, die wir fällen müssen. Ein typisches Beispiel wäre: Man muss sich entscheiden, ob eine neue Arbeitsstelle in einer anderen Stadt angenommen werden soll oder ob man sich innerhalb der eigenen Firma um einen anderen Posten bewirbt. Wir müssen mit dem Gefühl leben, dass sich die Entscheidung als falsch herausstellen könnte. Wie gut wir das schaffen, ist ein wichtiges Indiz für unsere Fähigkeit, auch mit anderen Konflikten umzugehen. Hier lassen sich unterscheiden:

  • Annäherungs-Annäherungs-Konflikte: Man hat zwei Möglichkeiten zur Auswahl, wobei beide Möglichkeiten ein positives Ergebnis bringen. Die Entscheidung für eine Möglichkeit schließt die andere aus. Ein Beispiel wäre der Kauf eines Wintermantels, wobei man sich am Ende zwischen zwei Modellen entscheiden muss.
  • Vermeidungs-Vermeidungs-Konflikte: Die Entscheidung ist hier zwischen zwei negativen Konsequenzen zu treffen, wobei wir zumindest ein Übel in Kauf nehmen müssen. So könnte man einen Konflikt beschreiben, bei dem man vor der Entscheidung steht, ob man freitags oder samstags nicht ausgeht, da man an einem der beiden Abende arbeiten muss.
  • Vermeidungs-Annäherungs-Konflikte: Die Entscheidung für eine Möglichkeit bringt sowohl positive als auch negative Konsequenzen. Dazu zählt man zum Beispiel, wenn man sich für ein stark motorisiertes Auto entscheidet (sportlich, schnell). Dies ist mit höheren Kosten verbunden, wobei dieses Geld aber für andere angenehme oder notwendige Anschaffungen verwendet werden könnte. Außerdem gibt es Entscheidungen, bei denen man zwischen zwei Alternativen wählt, die sowohl positive als auch negative Folgen mit sich bringen. Wenn man sich z.B. zwischen einem Praktikumsplatz im In- oder Ausland entscheiden muss, bringt jede Entscheidung positive als auch negative Folgen mit sich.

Soziale Konflikte (interpersonell)

Als soziale Konflikte (interpersonell) bezeichnet man alle zwischenmenschlichen Konflikte, in die zwei Personen oder kleine Gruppen, (z.B. eine Familie oder Freundesclique), verwickelt sind. Hier spielen immer Gefühle mit, außerdem unser Rollenverhalten und unsere Grundeinstellung gegenüber anderen Menschen. Dabei ist zu prüfen, ob es sich dabei um Bedürfnis- oder Wertkonflikte handelt, denn diese verlangen verschiedene Methoden zur Konfliktbewältigung:

  • Bedürfniskonflikte: Hier fühle man sich direkt vom Verhalten einer anderen Person gestört oder in der Erfüllung der eigenen Bedürfnisse behindert. Beispiele: Man möchte früh Schluss machen, doch der Chef möchte noch eine dringende Arbeit erledigt haben. Man kann nicht einschlafen, weil die Nachbarin im Wohnzimmer laute Musik spielt.
  • Wertkonflikte: Im Gegensatz dazu haben Wertkonflikte keine direkten Auswirkungen auf einen persönlich, man möchte jedoch unbedingt, dass eine andere Person ihr Verhalten ändert, das man für falsch hält. Beispiele: Ein Jugendlicher hat zum 18. Geburtstag Geld vom Onkel bekommen und möchte ein Motorrad anzahlen; die Eltern meinen, dass der Betrag "für später" auf das Sparkonto gelegt werden soll. Eltern möchten nicht, dass ihre Tochter sich den Bauchnabel piercen lässt.

Konflikttypen

Zweierkonflikte

Als beispielhaftester Paarkonflikt kann man wohl den Mann-Frau-Konflikt nennen, bei dem im Laufe der Geschichte Normen durch die Gesellschaft aufgebaut wurden, die aber auch wieder abgerissen wurden. Der Konflikt darf nicht so ausarten, dass nur einer Recht hat und der andere nicht; bei Konflikten darf die Rangordnung keine Rolle spielen. Weiteres ist zu beachten, ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen eigenständigem Bewusstsein und Zusammengehörigkeitsgefühlt mit der anderen Konfliktpartei zu finden.

Dreieckskonflikt

Ein Zweierkonflikt kann durch Hinzukommen einer weiteren Person dramatisch verkompliziert werden, da sich neue soziale Gruppierungen bilden können, und damit die Größe der Teilgruppen nicht mehr gleich groß ist (bei Zweierkonflikten immer einer gegen den anderen).

  • Koalition: zwei gegen einen. Der Außenseiter hat kaum Chancen seine Meinung einzubringen, da er personell in der Minderheit ist
  • Rivalität: Teilung von einem Zweier-Team, um die beiden gegeneinander auszuspielen, damit sich der dritte einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den anderen beiden verschaffen kann.
  • Vorrang der Beziehung von der Person: Großvater; Vater; Sohn ist ein passendes Beispiel, bei dem die Beziehung der Personen untereinander den Konflikt birgt und nicht die Personen selbst.

Konflikte in Gruppen

Bei Konflikten in Gruppen bestehen immer zwei Tendenzen. Einerseits, wenn eine Person nicht mit der Meinung bzw. dem Verhalten der ganzen Gruppe konform geht und dies kundtut, wird dadurch die Einheit der Gruppe belastet. Personen in einer höheren Rangordnungsschicht können sich in ihrer Kompetenz beschnitten fühlen, da der Übergeordnete ja immer „recht hat". Diese Rangordnung ist ein nicht zu unterschätzendes Konfliktpotential.

Der Andersdenkende wird nicht ermutigt sondern bekämpft. Während früher nur die Meinung des Managements zählte, ist heute das "Ertragen-Können-von-Widersprüchen" eine Management-Tugend.

Andererseits, wenn der Andersdenkende sich nicht äußert, kann es für diesen zu einem intrapersonellen Konflikt kommen, weil er/sie die Meinung des Kollektiven über die seinige stellt. So können Gruppen entstehen, wo keine gruppendynamischen Prozesse mehr stattfinden, da der Vorsitzende auch der Meinungsträger ist, dem sich alle Gruppenmitglieder unterwerfen. Sollte dies der Fall sein, müssen Mitarbeiter dazu ermutigt werden, quer zu denken und andere Gedankenwege zu gehen bzw. Fakten zu hinterfragen und zu widerlegen. Nur so kann eine ganzheitliche Lösung gefunden werden.

Der Sinn von Gruppenarbeit (Zeitersparnis durch Arbeitsteilung und Spezialisierung von Personen auf bestimmte Tätigkeiten entsprechend ihrer Fähigkeiten) kann sich auch hemmend auf den Projekterfolg auswirken. Das "Besser-Sein" als der andere in einem bestimmten Bereich kann sich durch die Übertreibung der Konkurrenz (z.B. beim "Kampf" um Kunden und Marktanteile innerhalb eines Unternehmens) negativ auf das ganze System auswirken. Diese Fakten sind vor allem durch die westliche Logik und Weltanschauung bedingt, wo das Axiom "Von zwei einander widersprechenden Aussagen ist zumindest eine falsch" gilt.

Stichworte: Konflikt - Fragestellung





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